So ein Schiet

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Mein Nachbar ist ein netter Mann,
den ich sehr gut leiden kann.
Er ist gesprächig, hilfsbereit
und nimmt sich gern für jeden Zeit.

Man sieht ihn oft zur Abendstund´,
dann geht er Gassi mit seinem Hund.
Wenn die Zwei den Weg rauflaufen,
hinterlässt der Hund oft große Haufen.

Es stört ihn nicht, dass dort Kinder spielen,
die auf den Hundehaufen schielen.
Die Tretminen kann man deutlich sehen,
so kann doch keinem was geschehen.

Der kleine Tom muss zickzack laufen,
das ist doch wohl zum Haare raufen.
Der Rollstuhlfahrer kann es nicht begreifen,
er hat den Schiet an seinem Reifen.

Er schüttelt kurz den Kopf und stöhnt:
Ich habe mich schon daran gewähnt.
Kann man denn nicht zum Beutel greifen?
Wer putzt dem armen Mann die Reifen?



Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: So ein Schiet

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18.04.2026
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