Seemannsweihnacht
Ein Gedicht von
Helge Klein
Einsam zieht am Horizont
ein Schiff in finst'rer Nacht.
Der Steuermann hält fest gekonnt
den Kurs auf seiner Wacht.
Hoch oben auf des Mastes Spitze
steckt fest ein Tannenbaum.
Im Dunkel scheinen seine Lichter
bis auf das Schiffsdeck kaum.
Der Smutje kocht in der Kombüse
ein Festmahl für die ganze Crew:
Gebraten Fleisch mit viel Gemüse
und leck'rer Soße noch dazu.
Und doch denkt jeder Seemann wieder
an seine Heimat weit zurück,
an den Gesang der Weihnachtslieder
und heimeliges Festtagsglück.
In dunkler Nacht schein hoch vom Himmel
des Mondes Sichel überm Land.
Der tausend Lichter Sterngewimmel
verscvmilzt zu einem Nebelband.
So bringt der Winterhimmel offen
den Menschen auch auf weitem Meer
ein wenig Sehnsucht und das Hoffen
auf eine sich're Wiederkehr.
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