Schweigen

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Wir sagen einander wenig.
Manches, weil es nicht mehr nötig ist.
Manches, weil wir es nicht mehr finden.
Das Schweigen hat sich eingerichtet,
fragt nicht nach Erlaubnis.
Es bleibt, weil wir es dulden.
Sätze liegen
wie unbenutztes Besteck
in der Schublade der Jahre.
Wir verstehen,
miteinander zu schweigen
und übersehen dabei,
was gesagt werden müsste.

Informationen zum Gedicht: Schweigen

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14.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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