Schwebe

Ein Gedicht von Reinhold Welter
Wir winden uns im Sog der Wellen,
in welche Richtung es auch drängt.
Die fernen Ufer in der Schwebe.

Verbindungen nicht fest auf fest,
nicht um von einem Ort zum andern
mit sicherem Schritt nur hinzuwandern,

entschwindet alles aus seiner Beschränktheit,
von eingemischten Menschen durchwirkt
in strahlendem Ineinanderwirbeln,

das durch und durch elektrisiert.
Dein Gegenspieler lacht darüber
mit raumlosem Blick von allem entrückt.

Verliere dich nicht im flirrenden Licht.
Es scheint das Geschehen vor allen Dingen
aus Unsichtbarem zu entspringen.

Nur eines bleibt für jeden gewiss.
Die schwankende Stimmung im tanzenden Schiff
verfolgt von reflektiertem Geblitz.

Informationen zum Gedicht: Schwebe

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12.07.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Reinhold Welter) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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