Schrei

Ein Gedicht von Tari
Sie singen von Liebe,
sie singen vom Leid,
sie singen vom Leben.
Doch was mache ich?
Ich fühle mich leer,
sitze da und starre.

Was ist Leben ohne Schmerz?
Was ist Leben ohne Liebe?
Ich frage mich,
was ist ein Leben ohne Sinn?

Ich stelle mir was vor.
Liebe, Trennung, großes Drama
Jahrelang geliebt, ein Streit, eine Frage,
alles ist aus.
Doch ich fühle nichts.
Kein Schmerz, keine Freude, keine Trauer.
Ich bin leer, ohne Gefühle.

Bitte, ich will es doch!
Verdreh mir den Kopf,
Brich mir mein Herz,
trampel darauf rum,
mach Konfetti draus,
gib mir nur ein Zeichen, dass ich am leben bin!
Ich will fühlen, was es heißt zu leben.

Hol mich aus meiner kleinen Seifenblase,
zeig mir das Leben,
mir geht der Sauerstoff hier drin aus.

Ich gehe ein,
bitte hilf mir!
Krieg keine Luft,
kann nicht atmen!
Ich verschwinde,
bin weg.
Weit, weit weg.
An einem Ort,
wo Menschen leben.
Muss schön sein.
Ich steh nur davor und staune.
Diese Menschen fühlen,
sie lachen und weinen,
lieben und hassen,
streiten und versöhnen.
Was gäbe ich drum
so zu fühlen.

Doch ich hab Angst zu schreien!

Informationen zum Gedicht: Schrei

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21.11.2018
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