Schlafentzug

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Still liege ich im dunklen Zimmer,
die Geräusche werden schlimmer,
jetzt erreichen sie den Gipfel,
ich zupfe an dem Deckbettzipfel.

Stundenlang liege ich schon wach,
kann nicht schlafen bei dem Krach,
über den Schlafentzug, am Morgen,
mache ich mir ernsthaft Sorgen.

Mein Gatte sitzt am Frühstückstisch,
wie immer, gut gelaunt und frisch,
liest seine Zeitung, trinkt Kaffee,
- ich schlürfe müde meinen Tee.

Im Kopf hämmerts, habe Schmerzen,
bin nicht aufgelegt zu Scherzen,
vielleicht sollte ich erwägen,
mich noch einmal hinzulegen.

Mein Ehmann schaut zu mir rüber.
"Ich habe ein Blatt für dich über,
schau doch mal, was unsere Stadt,
am Wochenende, zu bieten hat.

Im Schlosspark gibt es ein Konzert,
die Karten sind wohl sehr begehrt,
der Sänger ist scheinbar beliebt,
ich schau mal, ob `s noch Karten gibt.

Am Sonntag ist ein Fest am Hafen."
Ich bin so müde, möchte schlafen.
Wäre doch nur der Kopf mal frei...
Die Events sind mir gerad´ einerlei.

"Schatz, du hörst mir gar nicht zu!"
"Lass mich doch bitte mal in Ruh.
Ich brauche dringend etwas Schlaf.
Zum Reden fehlt mir der Bedarf."

Seine trüben Augen werden groß.
"Was ist denn heute mir dir los?"
"Dein lautes Schnarchen in der Nacht,
hat mich um den Schlaf gebracht!"

Informationen zum Gedicht: Schlafentzug

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18.07.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.