Schlafen und träumen

Ein Gedicht von Nico Fender
Schlafen und träumen,
von einem Mann mit einem Ball,
von Sandkästen und Innenhöfen,
von 101 Dalmatinern und einem Knall.

Schlafen und träumen von Tränen und Scherben,
von dem Schatten, der das Licht umschlingt,
Von Trennungsschmerz und Einsamkeit,
Von Winter, der die Kälte bringt.

Schlafen und träumen, von fallenden Türmen,
verschlingenden Wellen und Krieg.
Von verbrannter Erde und von Asche,
indessen doch noch Hoffnung blieb.

Schlafen und träumen von Rückkehr und Sonne,
Von Liebe, Freude, Glück und Leben...
- nicht ahnend der Winter würde wiederkommen,
und mir altes Leid zurückgeben

Schlafen und träumen, von Freunden die gingen,
von Fehlern, die bald an der Seele nagen,
von Mobbing und vergebener Liebesmüh,
und Gewissensbissen, die Löcher mir ins Herze schlagen.

Schlafen und träumen von Neuanfang und Wiedersehen,
von Erlebnissen, die uns zusammenschweißten
von Anstrengung und Depressionen,
das Zentrum der Weisheit und den dreisten...

Schlafen und träumen... von Rauch und von Schnaps...
...um die Schmerzen und die Trauer zu ertränken...
...Schlafen und träumen, nur da kann ich dich nun noch sehen,
unter den Linden weinen und an dich denken...

Schlafen und träumen, vom lang ersehnten Frieden,
den Frieden für mich und die gesamte Welt.
Schlafen und träumen, ich könnt' wieder lieben,
Schlafen und träumen, von der Maske, die fällt.

Doch stattdessen schlafe und träume ich, dass alles sich bewegt,
und nur ich eine Geschichte von mir bleibe,
Schlafen und träumen, dass alles um mich lebt,
doch ich nur von Leben schreibe...

N.Fender

Informationen zum Gedicht: Schlafen und träumen

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03.06.2026
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