Schandmaul

Ein Gedicht von Farbensucher
Gerade eben noch im Alltagslächeln,
zeigt das Gesicht plötzlich ein erstes Schwächeln:
Als hänge dieser Mund nur lose,
entlarvt das Lächeln sich als Pose.

Die Zunge kann im Mund sich nicht mehr halten,
Vernunft und Mitgefühl sich nun abspalten;
vom Rückgrat hat sie scheinbar sich gelöst -
das wahre Mindset schamlos sich entblößt.

Der Blick auf diese Zunge bleibt jetzt hängen:
Auf ihr Beleidigungen stürmisch drängen.
Amygdala ist jetzt in Führung -
und meine fällt in Modus Rührung:

Was sich da auftut, wenn die Masken fallen,
und wie die Stürme von Gefühl aufwallen!
Ich seh nur diese Zunge, die in Trance
sich selber nimmt, auch mir, jedwelche Chance.



*Psychogramm

Informationen zum Gedicht: Schandmaul

23.09.2026
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