Reiz des Flüsterns

Ein Gedicht von Meteor
Hinter Samt und Seide knisterts,
ein Blick, der stumm Regeln bricht,
das Verbotene sucht uns, wispert,
flüsternd es uns feurig anficht.

Verfügbares wird kalt und blass,
wenn süße Sünde lüstern lockt,
ein Hauch von ungezähmtem Spaß,
der uns im tiefsten Innern foppt.

Ein Fingertipp auf nackter Haut,
wo man es eigentlich nicht darf,
ein Seufzer, der sich kaum getraut,
macht die Sinne doppelt scharf.

Wir trinken von dem reifen Wein,
der nur verborgen heimlich blüht,
und wollen ganz verloren sein,
solang das Spiel im Dunkeln glüht.

Kein Regelwerk kettet diese Nacht,
wenn frech die Lust Fesseln sprengt,
weil das, was im Geheimen gemacht,
uns erst die wahre Freiheit schenkt.

Entlassen aus züchtigem Korsett,
erlaubt ist, was allen gleichgut gefällt,
sonst Verhängnisvolles wird konkret,
der Reiz des Flüsterns perfekt gewählt.

Informationen zum Gedicht: Reiz des Flüsterns

02.10.2026
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