Reichweite

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Du sprichst.

Ein Satz löst sich
und trifft mich dort,
wo ich dir vertraut habe.

Nicht die Worte allein.

Dass sie von dir kommen,
macht die Stelle
so ungeschützt.

Ich werde still.

Nicht, weil nichts
zu sagen wäre.

Ich will nur nicht,
dass auch meine Antwort
in deine Reichweite gerät.

Später fragst du,
warum ich so fern bin,
obwohl ich neben dir sitze.

Ich sehe dich an.

Der Platz neben dir
ist geblieben.

Die Nähe
nicht.

Informationen zum Gedicht: Reichweite

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25.08.2026
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