Père Lachaise – Garten der Namen
Ein Gedicht von
Max Vödisch
Père Lachaise, ein Garten vieler Zeiten,
wo Wege durch Erinnerungen gleiten.
Ein Stolz der Stadt, von Dämmerung umwogen,
wo Stein und Moos die Zeit ins Heute zogen.
Ich trat zu Morrison, suchte sein Schweigen,
ließ mir von Max Ernst den stillen Umweg zeigen,
durch Schatten, Kunst und ruhiges Verwehen,
wo alte Bäume ihre Mythen säen.
Die Gräber – Formen, hingehaucht ins Licht
und jedes ist ein stummes Gedicht.
Piafs Stimme liegt im Wind so sacht,
Chopin träumt Töne in die Nacht.
So wandert’ ich durch dieses Reich,
wo Ruhm und Erde werden gleich.
Und all die Namen, fern und groß zuvor,
sie bleiben in mir ein leiser Chor.
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