Parkdeck vier

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Zwischen zwei Pfeilern
rollt er den Schlafsack aus.

Der Beton
behält die Kälte
auch im Sommer.

Alle paar Minuten
wandert Licht
über sein Gesicht.

Ein Wagen kommt.
Ein Wagen fährt.

Türen schlagen zu,
Motoren tragen Menschen fort.

Er zieht die Knie
bis an die Brust
und legt die Hände dazwischen.

Gegen Morgen
springt irgendwo
eine Lüftung an.

Warme Luft
streift seinen Nacken.

Er rührt sich nicht.

Nach einer Weile
legt er langsam
die Wange
in den Luftstrom.

Informationen zum Gedicht: Parkdeck vier

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01.08.2026
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