Opfer und Täterin zugleich
-Fiktion -
-1-
Zum Opfer sie sich stilisiert,
dabei Selbstkontrolle verliert
sobald sie an den Täter denkt,
der ihr Schicksal seit Jahren lenkt.
-2-
Angst vor ihm sitzt ihr im Nacken,
lässt den Selbstwert tief absacken,
fühlt sie sich von ihm ausgelacht,
wird für sie heller Tag zur Nacht.
-3-
Täter geistert in ihr herum,
wie gelähmt vor Angst sie verstummt,
neigt dazu, sich ihm zu ergeben,
der ihr trachtet nach dem Leben.
-4-
Hat sie, s Dasein als Opfer satt,
wendet sie kaltherzig das Blatt
tut anderen die Gewalt an,
die sie erleidet durch den Mann.
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