Olympiade

Ein Gedicht von Janfried Seeburger
Nun ist sie zu Ende, eigentlich ist’s schade,
Chinas große Olympiade.
Man macht die grellen Lichter aus,
die Sportler fahren erschöpft nach Haus.
Die einen voll Stolz, die andern im Frust,
die Medaillen hängen an ihrer Brust.
Zu Hause werden sie heftig gelobt,
sie waren Spitze, und gar nicht gedopt?
So was macht ja natürlich auch keiner,
sonst wären die Medaillen wieder im Eimer.
Dumm und lang wären dann die Gesichter,
stotternd und stammelnd vor dem Richter.
„Ich hab’ es ganz ohne chemische Hilfe geschafft,
nahm nur gegen den Husten von diesem Saft.“
Scheinbar wollte auf der Jagd nach den Ringen,
niemand seine Gegner durch Doping bezwingen?
Doch da wird viel gelogen und das ist schade,
denn es versaut uns allen die Olympiade.


Janfried Seeburger Aug. 2008

Informationen zum Gedicht: Olympiade

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05.12.2012
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Janfried Seeburger) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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