Novemberblues

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Der Tag fault heran
wie der dunkle Rest
von etwas,
das vorher Morgen hieß

Er schleicht
bleich
über den knirschend kalten Boden.
Seine Spuren aus Frost
deutet niemand mehr.

Nichts wächst.
Nichts blüht
unter abgestorbenem Licht.
Selbst die Bäume sind
nur Gerippe,
die ins Leere greifen.

Die Kälte legt sich
ins Denken
wie ein stilles Verbluten
von Wärme.
Auch mein inneres Licht
verlöscht
bald
vielleicht.

Informationen zum Gedicht: Novemberblues

28.11.2025
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