Nicht weniger
Ich will mich nicht nach weniger verzehren,
nur weil das Viele unerreichbar scheint.
Was wäre denn gewonnen am Entbehren,
wenn man mit jedem Wunsch sich selbst verneint?
Ich will mich an das Ungewisse wagen,
auch wenn es meinen Plänen widerspricht.
Will lieber schwer an einem Irrtum tragen,
als an dem Mut, der ungelebt zerbricht.
Und wenn die Sehnsucht keine Ruhe findet,
dann bleibt sie eben unvernünftig groß.
Solang mich etwas an das Leben bindet,
lass ich die Furcht vor meinem Sehnen los.
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