Nahe Liebe

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Nahe Liebe

Die Menschheit hat alle Welt besetzt,
Kein Örtchen blieb mehr unentdeckt,
Wo man längst zum Orbit hetzt
Und zum Fluge gern eincheckt.

Da lobe ich mir doch die Liebe,
Sie kommt bescheidener zweisam an,
Wenn sie vor Ort mit bestem Triebe
Nah bleibt – und immer auch spontan.

Nahe Liebe belastet keinen,
Reisen dagegen belastet schon
Die Welt, deshalb will ich ja meinen:
Nahes Bett ist Nachhaltigkeitslohn.

Mobilität muss nicht immer sein,
Der Monitor kann die Welt herholen.
Liebende müssen nicht einsam sein,
Haben der Natur dann nichts gestohlen.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Nahe Liebe

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23.04.2026
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