Nachgesang

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Die Spieluhr klingt, als wär‘ sie müd‘ vom Leben.
Die Ballerina dreht sich leis im Raum.
Sie wird niemals wie and’re Tänzer schweben.
Das Schweben bleibt ihr unerreichter Traum.

Ein feiner Staub legt sich auf ihre Kreise.
Die Melodie wird leis‘, ein dünner Klang.
Sie dreht sich stumm in immer gleicher Weise,
als sei ihr Dasein nur noch Nachgesang.

Dann stockt der Ton. Die kleine Feder bricht.
Kein Sinn durchzieht ihr kurzes Leben.
Ihr Kreis erlischt im unbewegten Licht,
als hätte es sie niemals hier gegeben.

Informationen zum Gedicht: Nachgesang

4 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
19.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.