Nach dem Sturm

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Der Hass kam nicht
an ihre Tür.

Er wusste längst,
wie man durch Wände geht.

Er schlief in ihrem Telefon,
kannte ihre Freunde,
trug ihr Gesicht
von Bildschirm zu Bildschirm.

Tausende warfen etwas.
Keiner musste sich bücken.

Am nächsten Tag
war ein anderes Opfer
interessanter.

Unter ihrer Haut
blieb das Wetter
unverändert.

Informationen zum Gedicht: Nach dem Sturm

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24.07.2026
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