Muse setzt Prioritäten (Nonsensgedicht)
Reimen den Dichter schlaucht,
sein Kopf seit Stunden raucht,
es fehlen ihm Worte
am „richtigen Orte“.
Lage ist wie verhext,
nach der Muse er lechzt
bittet sie auf Knien
ihm nicht zu entfliehen.
………
Doch sie ihn nicht erhört,
fühlt sich von ihm gestört,
steht andrem Dichter bei
während der Reimerei.
Er es nötiger hat
Fehler auf seinem Blatt,
die häufen sich zuhauf,
„Dichterling“ gibt nicht auf.
Muse sein Reimen stärkt,
Ungereimtheiten klärt
Textstellen bereinigt,
sie rhythmisch vereinigt.
………
In der „Warteschleife“
sehnen sich nach Reife
unsaubere Reime –
laut ist das „Geweine“.
Muse endlich erscheint,
Dichter vor Freude weint,
verliert nicht sein Gesicht
bei dem nächsten Gedicht.
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