Monodrama

Ein Gedicht von Martina Anders
Hinter dem Vorhang einer Welt
die ihr allzu seicht und leer erscheint
reißt sie sich die Maske vom Gesicht
und fleht vergebens
um eine andere Regieanweisung
hinter den Kulissen der Lebensbühne
Zu feige um das Stück in der Mitte zu verlassen
bleibt ihr nur
auf den Abspann zu warten
Ab und an
sind die Scheinwerfer der Teilnahmslosigkeit
auf die Rolle gerichtet
die sie miserabel spielt
Eine Inszenierung
die jeglichen Applaus entbehrt
Längst ist sie Teil des Dramas
das kein Publikum braucht

Informationen zum Gedicht: Monodrama

430 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
1
22.06.2015
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige