Mitternächtliches
Ein Gedicht von
Lisa Nicolis
***
Im All drüben sonnt sich jetzt mächlich der Mond,
die Mitternacht friert vor sich hin,
vorm Fenster, wo immer noch Januar wohnt,
greift ein Ast nach dem Sternbaldachin.
Beim Nachbarn da flattert noch unruhig 's Licht,
der Fernseher hat keinen Schlaf.
Der Nachbar nur sieht das Geflattere nicht.
Er ruht in den Kissen wohl brav.
Und wäre beim Nachbarn das Fernsehn nicht an,
wär dieses Gedicht ein Genuss,
wär pure Romantik und Dudeldei dran.
So gibt's nur 'nen dämlichen Schluss.
@Lisa Nicolis
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