Missglückte Dichtkunst eines Schiffkapitäns
-Fiktion -
Wenige Jahre, nachdem er
in den Hafen der Ehe eingelaufen war,
erlitt er in dieser Beziehung Schiffbruch.
Er verlor seinen Heimathafen.
Kein Land in Sicht und somit
auch kein rettendes Ufer.
Er wurde sehr unsanft „gegroundet“.
Seelischer Kompass ging zu Bruch.
Vorstellungen vom Glück zu zweit
musste er über Bord werfen.
Einzig und allein war sein Rettungsanker
das Schreiben von Gedichten
über Freud und Leid von Beziehungen.
Mittels psychologischer Tiefenbohrung
lotete er Unergründliches aus,
förderte es unerbittlich zu Tage,
fischte unentwegt aus dem Trüben
die dicksten „Fische der Erkenntnis“
und machte sich damit einen Namen.
Endlich wieder Land in Sicht.
Auf zu neuen Ufern!
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