Metamorphose
Ein Gedicht von
jogdragoon
An des magischen Berges Hang,
stand ich vor ‘nem dunklen Gang.
Gehüllt in tiefes Schweigen,
war ich nun bereit,
hinab zu steigen,
Es war an der Zeit,
in den dunklen Untergrund zu geh’n,
in’s Reich der Kobolde und Feen.
Hinter einem kurzen Steg,
versperrte eine Tür den Weg.
Einen Schlüssel hatte ich,
doch ein Schlüsselloch war nicht zu entdecken.
Wo, nur wo sollte ich ihn hinein stecken ?
Am Eingang an der Wand,
ich eine Fackel voller Symbole fand.
Bedächtig nahm ich sie in meine Hand
und kaum dass ich sie berührte,
ich einen warmen Luftstrom spürte.
Sie entflammte in rotem Licht
und beschien mystisch mein Gesicht.
Das Licht enthüllte in der Tür,
für meinen Schlüssel das Loch in ihr.
Ein Gang aus grob bearbeiteten Steinen,
führte zu einem Raum mit offener Tür.
Dort lag Kleidung aus feinstem Leinen.
Ich wusste, Ziel erreicht, endlich war ich hier.
Ich trat ein und sah mich um.
Ich hörte nichts, die Welt war stumm.
Auf dem Boden war neben zwei Decken,
blaues Wasser in einem Becken.
Ich schloss die Tür
jetzt hinter mir
und ging zur Wand,
legte die Fackel an den Rand.
Ich entkleidete, bedeckte mich
und trank
den Trank.
Er schmeckte einfach widerlich !
Pllötzlich fühlte ich mich müde, krank.
Ich so in tiefe Ohnmacht sank !
Traumlos lag ich Sekunden, Stunden, Tage ?
Gedankenlos - ohne Antwort - ohne Frage.
bis ich wieder zu mir kam
und ein leises Lied vernahm.
Ich öffnete meine Augen,
die im Dunkeln nicht zum Sehen taugen
und spürte in meinen Körper hinein.
Alles sollte jetzt anders sein !
Dann tastete ich mich zur Wand,
nahm die Fackel in die Hand
und sie entflammte wieder.
Dieses Mal in grünem Licht.
In der Schale besah ich mein Gesicht.
Fröhliche Lieder,
die in mein Ohr eindrangen,
von denen ich wusste, wer sie sangen.
Magie war ein wundervolles Ding:
Eine Raupe wird zum Schmetterling !
Und wie ein neugeborner Vogel
befühlte ich gleich meine Flügel.
*
Lied: Souna.app - jogdragoon - metamorphose
© jogdragoon
Bibat ex me qui potest
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