Meine sechsundneunzigjährige Tante

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Meine sechsundneunzigjährige Tante

Und wieder einmal habe ich sie besucht,
Meine sechsundneunzigjährige Tante.
Noch immer ist sie bescheiden, nicht betucht,
Ein Edelstein in diesem unserem Lande.

Sie trägt stets ein Lachen in ihrem Gesicht,
Das war auch so, als ich sie als Kind besuchte.
Ihr selbstgebackenes Brot – ein Gedicht,
Wenn ich dann noch den Kuchen versuchte…

Immer habe ich sie gut gelaunt erlebt,
Obwohl sie Hühner, Schweine, Kühe versorgte
Und dennoch mit fünf Kindern danach gestrebt,
Dass man sich aus der Familie Helfer borgte.

Jetzt hat sie mit halbseitiger Lähmung zu kämpfen,
Doch sie ist frohsinnig, interessiert, bei klarem Verstand.
Auch das Alter kann ihr die gute Laune nicht dämpfen,
Mehr solcher Freundlichkeiten hätten wir gerne im Land.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Meine sechsundneunzigjährige Tante

2 mal gelesen
16.06.2026
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