Mehr Liebe

Ein Gedicht von Anton Schlittmaier
Musst es in Griff bekommen, ja das ist es
Du bist dann sicher und erhältst Medizin
Die gegen den Virus dich schützt. Immun wär
Noch besser, wär ein Traum. Du, iss Zitronen
Doch sicher ist’s auch nicht. Du läufst leer. Plötzlich
Die starken Motoren klirren verloren
Dein Herz pocht ängstlich. Das ist unbekannt
Ich weiß nicht was. So lange stark, jetzt blasen
Die Winde stärker als Du bist. Du hältst Dich
An Mülltonnen und dann kommt es: Corona
Dein Herz gerät in Schussliniennähe
Unkontrollierbarkeit. Abhängigkeiten
Und der Gesellschaftskörper trudelt. Sperren
Von Städten. Neues jetzt lernen. Das bist Du
Der Körper. Meiner. Ich bin Leib. Immer schon
Der Wahn Subjekt zu sein. Allein am stärksten
Der bricht. Ich spür ein Rauschen. Dich und wieder
Dich. Neues Leben und Abhängigkeiten
Nun sehen. Spüren. Lernen. Sich ganz neu nun
Definieren. Reflektieren. Gemeinsam
Das Lebendige denken. Und mehr Liebe


© ANTOSCH

Informationen zum Gedicht: Mehr Liebe

104 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
10.03.2020
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige