Mama, warum? (Song)

Ein Gedicht von Horst Bulla
[Refrain]
Mama, warum ist die Welt so groß
und manche Herzen doch so klein?
Warum weint ein Kind im Dunkeln
und darf nicht einfach fröhlich sein?
Mama, sag mir, warum Menschen
manchmal so viel Leid ertragen.
Mama, warum – ich möchte lernen,
die Welt mit guten Augen zu sehen.

[Strophe 1]
Mama, warum sind manche Kinder so arm,
warum knurrt ihr kleiner Bauch?
Warum sucht die alte Frau Flaschen
in der Mülltonne – jeden Tag und jede Nacht?
Warum stehen Frauen, Männer, Kinder
an der Tafel in der Kälte an
für altes Brot und alte Lebensmittel,
die kaum noch jemand essen kann?

[Zwischengesang]
Mama, ich seh so viele Tränen,
so viele Schritte, die schwer gehen.
Warum muss ein Herz so kämpfen,
statt einfach Kind zu sein und zu leben?

[Strophe 2]
Mama, warum trägt der alte Mann
bei strömendem Regen Zeitungen aus?
Warum bittet der Mann auf der Straße
mit schmutzigen Händen um ein bisschen Geld?
Warum geht die alte Dame jeden Tag
zur Suppenküche, ganz allein?
Warum schläft der Mann unter der Brücke
auf Pappkartons statt in einem warmen Heim?

[Zwischengesang]
Mama, warum sind Bosse immer reich –
und die für ihnen schuften werden bleich?
Warum können Bosse in großen Villen leben
und für die Arbeiter reicht es nicht –
zum Leben in großen, teuren Städten?

[Refrain]
Mama, warum ist die Welt so groß
und manche Herzen doch so klein?
Warum weint ein Kind im Dunkeln
und darf nicht einfach fröhlich sein?
Mama, sag mir, warum Menschen
manchmal so viel Leid ertragen.
Mama, warum – ich möchte lernen,
die Welt mit guten Augen zu sehen.

[Strophe 3]
Mama, warum hat der junge Mann
von nebenan sich vor dem Zug gelegt,
weil seine Hoffnung still zerbrach
und niemand seine Tränen sah?
Warum zahlen Menschen Steuern,
wenn der Staat sie doch vergisst?
Warum gehen Menschen wählen,
wenn ihr Leben nicht besser wird?

[Zwischengesang]
Mama, warum dürfen Politiker
so schlimm lügen, Versprechen brechen –
ohne Strafe?
Warum reden sie von Frieden,
doch kaufen Waffen, schicken Soldaten –
in den Tod?
Sitzen aber feige in Palästen,
glänzend, sicher, reich und groß,
während Soldaten grausam sterben,
Menschen hungernd frieren
und ihr Leben kaum noch geht –
doch Politiker werden reich.

[Strophe 4]
Mama, ich mag diese Welt nicht,
sie ist so böse, ungerecht.
So viele Herzen ohne Wärme,
so viele Seelen ohne Licht.
Mama, warum sind die Menschen feige,
wehren sich nicht gegen Unrecht?
Mama, sag den Menschen bitte,
sie sollen endlich mutig sein,
sich wehren gegen all die Lügen
und gegen Macht, die nur verletzt.

[Final‑Refrain]
Mama, warum ist die Welt so groß
und manche Herzen doch so klein?
Mama, sag den Menschen bitte,
sie sollen endlich mutig sein.
Denn nur wenn wir zusammenstehen,
kann unsere Welt gerechter sein.
Mama, sag mir, dass die Menschen
lernen, füreinander da zu sein.
Mama, vielleicht wird diese Erde
eines Tages wieder freundlich –
schön und gerecht für alle sein.

© Horst Bulla

https://youtu.be/3jU6hhHrIqU

Informationen zum Gedicht: Mama, warum? (Song)

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05.08.2026
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