Loverboy

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Er braucht keine dunkle Gasse.

Ein Handy genügt,
ein Herzzeichen,
ein Satz zur richtigen Stunde:

Du bist die Einzige.

Er öffnet leise ihre Wunden
und legt seinen Namen hinein.

Dann zieht er die Liebe an
wie eine Schraube.

Fester.
Fester.

Bis Schmerz
wie Treue aussieht.

Bis Angst
seine Stimme trägt.

Bis sie fremde Türen öffnet
und glaubt,
sie müsse ihn retten.

Er verkauft ihren Körper.

Doch sein eigentliches Geschäft
ist die Hoffnung,
die er ihr jeden Abend nimmt
und morgens
in kleineren Portionen zurückgibt.

Informationen zum Gedicht: Loverboy

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23.07.2026
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