Lorca

Ein Gedicht von Lena Engelbrecht
Donna Alba ist kreidebleich:
vor ihrem Haus
über dem Abgrund thront
Federico im Federkleid
wie ein Engel,
nur nicht gefallen,
eher schwebend und singend
über tosende Rosen und Blut,
verzehrende Glut und Tod
und den Mond.

Oh der Mond in deinem Mund,
süß und rund -
Erwiderung deiner Träume,
bebendes Terrakotta-Rot.
Lieblingssohn des Cante hondo,
du schreibst dir die Finger wund
und dein Schrei erreicht sogar
das Gedächtnis deiner Gitarre
im Mohnfeld.

© Lena Engelbrecht

Informationen zum Gedicht: Lorca

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30.03.2026
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