Lockruf des Schattens
Ein Blick, der zart die Fesseln bricht,
sanftes Lächeln im gedimmten Licht.
Wo Masken sacht zu Boden gleiten,
beginnt das Spiel mit Risikobereiten.
Es lockt die Nacht, sie ruft enthüllt,
ein Kuß, der vorgibt, nichts zu wollen,
und doch so süß die Sinne stiehlt,
wobei die Vernunft wirkt unverhohlen.
Ein Kleid aus einem Hauch von Seiden,
ein Spielplatz für die Lust der Beiden.
Das Nein verhallt im süßen Ergeben,
dem Reiz der Sünde willig erlegen.
Ein Flüstern, das die Haut aufflammt,
ein Schritt vorbei am Sittenwächter,
wer hier verweilt, wird nicht verdammt,
sündiges Fleisch zeigt sich frecher.
Eine Spur Verruchtheit in der Luft,
ein süßes Gift, das köstlich schmeckt,
wenn uns die Gier ins Dunkel lockruft,
ist das Verlangen nach Genuss erweckt.
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