Lichter

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Der Baum
steht nicht deshalb,
weil der Sturm
ihn übersieht.

Er kennt
das Knacken
in den Ästen,

die Nächte,
in denen der Wind
ihn bis ins Mark
durchblättert.

Am Morgen
sortiert er das Licht
zwischen den Zweigen.

Ein Blatt
nach dem anderen.

Was fehlt,
macht ihn nicht kleiner.

Nun lässt er
mehr Himmel
hindurch.

Informationen zum Gedicht: Lichter

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15.07.2026
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