Leben und Tod
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Leben und Tod
Früh lag das Licht auf den Wiesen, ein blasser Schein im jungen Gras. Kein Mensch vermochte zu benennen, wann eigentlich der Morgen saß.
Ein Wagen fuhr den alten Wegen, ein Hund verlor sich im Revier. Das Leben ging von Haus zu Hause, und niemand fragte viel nach ihm.
Doch hinter Hecken, Feld und Weiden, wo Abendnebel langsam stand, ging noch ein anderer Begleiter durch Schatten über ruhiges Land.
Er sprach kein Wort. Er trug kein Zeichen. Nur Zeit lag still in seinem Blick. So kamen beide durch die Jahre, und keiner wich des andern Schritt.
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