Konglomerate

Ein Gedicht von Reinhold Welter
Eine Art von Überlebenskunstwerk,
stahl- und betongerippenhaft im Kern.
Glasfassaden glitzern unentwirrbar,
hüllen die Schattenflächen in blasses Licht,
mit Relikten der Vergangenheit,
alten Gebäudekomplexen, Mauerresten,
übrig gebliebnem und geschütztem Grün.
Übergangslos verbindet sich das alles,
unter- und oberirdisch eingeschnürt.
Wege, Straßen, Schienen,Plätze, Arenen,
Kabelstränge, Leitungsnetzsysteme,
Siele, Röhren, Schächte, Tunnelgewölbe.
Alles bewegt sich hier in großen Mengen,
Blechlawinen lichtsignalgesteuert.
Menschenmassen strömen unentwegt
zu den Trubeltempeln und Passagen,
Trauben bildend an schlaraffigen Ecken,
wo die Gastronomen flink und freundlich
schon die vielen Tische fürstlich decken.

Informationen zum Gedicht: Konglomerate

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18.06.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Reinhold Welter) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.