Knochentanz

Ein Gedicht von Torsten Hildebrand
Im Nebelgespinste Gespenster,
mit Schlohweißen Schleier und klirrendem Schal.
Die saßen am Grabdunklem Fenster
und schauten mit glühenden Augen aus Stahl.

Es tanzen die Bräute aus Knochen,
mit knackendem Fuße und knackendem Arm.
Die Bäume die schluchzen mit pochen;
und bezirzen den fraulichen Schwarm.

Es rappeln die Rippen in Röcken;
und Bänder zerstieben im grausigem Wind.
Man konnte den Tag auch schon schmecken,
als Geister im Erdreich verschwunden gleich sind.

Informationen zum Gedicht: Knochentanz

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23.06.2017
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