Kleine Verschiebung

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Vor einem Bild,
das seine Farben
leiser gestellt hat,
ist sie eingeschlafen.

Die Wintersonne
verlässt langsam
ihre Hände.

Der Aufseher wartet.
Dann schiebt er die Bank
eine Handbreit ins Licht.

Sie schläft weiter.

Vielleicht ändert sich
in ihrem Traum,
wem die Wärme gehört.

Später ist die Bank leer.

Die Sonne
stellt sich noch immer
schlafend.

Informationen zum Gedicht: Kleine Verschiebung

6 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
12.08.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.