Klangbrunnen

Ein Gedicht von Angelika Zädow
Quedlinburger Musiksommer 18.6.2016

Klangbrunnen

Töne sprudeln, springen, hüpfen
schwingen sich hoch empor
perlen an unsichtbaren Fäden herab
zart und klein
groß und kräftig

immer neu
unerschöpflich und betörend
rauschen die Klänge
lösen sich von ihrer Quelle
ab und an
werden Klangworte dann
und durchmessen den Raum

lassen Melodienbänder wehen
lockend und werbend
tanzen ins Ohr,
suchen Spielgefährten -
in mir

und finden
ein fast vergessenes Glück
ein fragendes Zukunftshoffen
ein segenshungriges Herz

spielend tauen des Lebens Fragen auf
schmelzen
in die leichte Weite des Einen
gütiger Blick
auf alles, was ist
was lebt
was fragt
was zweifelt und sucht

alles, was Du brauchst
alles was zählt

bei Ihm

Informationen zum Gedicht: Klangbrunnen

09.09.2017
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