Keine Schere keine Feile

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Es ist noch früh, wir sitzen am Strand,
ich schaue entsetzt auf meine Hand.
Der Tag beginnt wirklich beschi...
Ein Fingernagel ist abgerissen.

Die Stimmung sinkt, ich bin verbittert,
schon wieder einer abgesplittert.
Keine Schere, keine Feile,
wenn man sie braucht, fehlen die Teile.

Mein Ehemann greift in den Sand
und hat ein Steinchen in der Hand.
Er zeigt mir dieses flache Stück
und sagt: "Da hast du wirklich Glück."

Was hat er sich dabei gedacht?
Eine Feile wäre angebracht...
Nun reicht er mir den rauen Stein
und sagt: "Der könnte nützlich sein.

Der Stein hilft dir im Notfall auch.
Ein alter Neandertaler-Brauch..."
Den Tipp habe ich sofort begriffen,
und den Nagel damit rund geschliffen.

Informationen zum Gedicht: Keine Schere keine Feile

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13.06.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.