Kein fruchtbarer Boden für die Dichtkunst?

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-Fiktion-

Der Dichter konnte mit seinen Werken
in der Öffentlichkeit kaum Interesse wecken.
Verlage winkten ab, ohne seine Manuskripte
zumindest diagonal gelesen zu haben,
nachdem das Erstlingswerk seiner Dichtkunst,
zwar veröffentlicht, dann aber „gnadenlos“
in die Tonne getreten wurde.
Er investierte unendlich viel Zeit, Geld,
Energie, Nervenkraft, Hirnschmalz in
seine schöpferischen Werke,
die nach wie vor keinen Anklang fanden.
Sein Traum, ein bedeutender Dichter
zu werden, zerplatzte wie eine Seifenblase.

Unschlagbare Konkurrenz?

KI drängt in den Vordergrund, lässt sich
in ihrem Siegeszug weder stoppen noch toppen,
stellt alles bisherige in den Schatten, sorgt dafür,
dass Dichter und Denker von vornherein
für alle Zeiten in der Versenkung verschwinden.
KI überflügelt kühnste Dichterfantasien,
lässt Geistesblitze sogar der „hellsten
Dichterköpfe“ im Nu verlöschen.

„Aussichten“

Das Schreiben von Gedichten wird für die
eiskalt abservierten Poeten zur brotlosen Kunst.
Betriebener Aufwand beim Erstellen von
Gedichtbänden zahlt sich so gut wie nicht aus.
Veröffentlichung durch einen Verlag
ist zumeist ein „Draufzahlgeschäft“.

Informationen zum Gedicht: Kein fruchtbarer Boden für die Dichtkunst?

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08.06.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.