Kein Erbarmen

Ein Gedicht von Roman Herberth
Die 'heile Welt' kennt kein Erbarmen,
für Rüstung hat man immer Geld.
Doch keinen Cent schenkt man den Armen,
weil keiner das für nötig hält.

Die Reichen werden reicher werden,
denn das verfolgt die Politik.
Und das empfehlen die Experten,
verpönt sind Stimmen der Kritik.

Mit falschen Maßen wird man messen,
man unterstützt die Industrie.
Es zählen deren Interessen,
an arme Schlucker denkt man nie.

Nicht alle haben viel zu beißen,
dass sich das ändert, glaub ich kaum.
Man schmiedet nicht an diesem Eisen.
Die Menschenwürde bleibt ein Traum.

Am liebsten klopft man fromme Sprüche,
ganz salbungsvoll und eloquent,
denn man steckt nicht in Teufels Küche,
die man vom 'hören sagen' kennt.

Roman Herberth

Informationen zum Gedicht: Kein Erbarmen

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27.08.2015
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