Katze Minchen und die Krähe
Ein Gedicht von
Doris Grevesmühl
Minchen war schon früh erwacht,
hatte es sich im Gras bequem gemacht,
wo ganz in der Nähe
eine Krähe
in einem Baumgeäst
hatte ein Nest.
Sie war auch gerade da,
rief ganz laut „krah, krah“.
Es war kein schöner Gesang,
der noch dazu recht heiser klang,
als hätte die Krähe seit Tagen
eine Erkältung auszutragen.
Minchen, die das ja gehört hatte,
die Krähe fragte,
wo sie sich so erkältet hat,
doch die Krähe winkte ab
und antwortete ihr,
Dieser Klang gehört nur zu mir.
Jeden Vogel man nämlich erkennen kann
an seinem Gesang.
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