Ja, ich war der Zerstörer unserer Liebe

Ein Gedicht von Monika Kinzel
Heute würde ich wirklich vieles anders machen.
Nicht nur mit ihm gemeinsam lachen.
Nein, auch ihn richtig zu zuhören,
denn das war es, was mich am meisten tat sehr stören.

Ich hatte mich nicht um seinen Problemen zu lauschen.
Dabei hätte ich mit wollen seine Kindheit tauschen.
Ich wusste, er hatte es niemals leicht
aber was konkret passiert war, hatte er mir nie gebeicht.

Ich hätte da dran bleiben sollen
und nicht nach über 30 Jahren mich zu trollen.
Dabei hatte ich seine Probleme geahnt.
Schon sehr früh hatte er grausame Albträume, es war der reinste Wahn.

Jetzt weiß ich von meiner Tochter, was für Inhalt diese Träume hatten.
Ja, sie tat sich verplappern beim schnattern.
So bekam ich auch mit, das sie eine Vater-Tochter-Beziehung aufgebaut..
Ich bei ihm mich mal zu melden, habe ich mich nicht getraut.

Gleich nachdem ich habe ihn verlassen,
begann ich mich selber zu hassen.
Ich wusste, das es ein Fehler war
und trotzdem zog ich mein Ding durch.
Meine Reue war wirklich wahr.
Sollte ich ihn noch einmal treffen, bin ich so klein wie ein Lurch.

Selbst dazu sehe ich mich außer Stande.
Seine weitere Entwicklung nehme ich nur wahr am Rande.
Wie schaffe ich, verdammt nochmal, mein eigentliches Ziel?
Denn er ist es, was ich unbedingt will.

Informationen zum Gedicht: Ja, ich war der Zerstörer unserer Liebe

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16.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Monika Kinzel) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.