In früher Einübung
Ein Gedicht von
Reinhold Welter
Am Anfang unsres Lebens, in der Kindheit und Jugend,
ist vieles zu ersreben, doch bald beschränkt die Tugend,
erhebt sich Zweifel, was nun gut ist und was schlecht,
bekämpfen wir das Böse und schwören auf das Recht.
Mit klugen Methoden gilt es, die wilden Innenwelten
durch Pädagogen unerbittlich umzuwälzen.
So geht es schwer zur Sache in Erfüllung der Pflicht,
dass niemand lauthals lache, wie ein aufmüpfiger Wicht,
wird froh und munter zensiert, garniert mit Lob und Tadel,
nicht abgeguckt. so trennt sich schon mal die Spreu vom Adel.
Natürlich am besten zu sein, die Eltern forderns auch.
Erspare uns die Pein. Fall bloß nicht auf den Bauch.
Ganz klar und deutlich sehen wir die Tugend leuchten
und wie durch stetes Mühen jedes Ziel erreicht wird.
Es übt sich also früh in Fleiß und Strebsamkeit,
um später zu gewinnen und dafür auch tauglich zu sein.
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