In deinem Kreis

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Du schaust zuerst nur auf dich selbst,
dein Blick bleibt eng, dein Weg bleibt klein.
Weil du dein Ich so hoch hinstellst,
passt wenig Platz für andere rein.

Du hörst die Stimmen um dich kaum,
dein Spiegel zeigt nur dein Gesicht.
Dein Herz bleibt wie ein enger Raum,
für fremde Sorgen öffnet es nicht.

Doch wenn dein Blick nach draußen lenkt
und du das Wir doch im Herzen trägst.
Merkst du still, wie viel die Welt dir schenkt,
wenn du sie nicht nur für dich prägst.

Du nimmst dir alles was du siehst
und hörst nicht, was der andere misst.
Am Ende merkst du, wie du fliehst,
denn du bist und bleibst ein Egoist.

© Claudia Behrndt

Informationen zum Gedicht: In deinem Kreis

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15.03.2026
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