Im Schweigen des Waldes
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Im Schnee versammelt, leis und nah,
der Wald hält kurz den Atem an.
Kein Ruf nach Gold, kein lautes "Ja",
nur Raum, wo Leben wohnen kann.
Die Pfote ruht, das Auge wacht,
ein Schild spricht sanft von stiller Zeit.
Die Erde hört in dieser Nacht,
den Wunsch nach Platz und Friedlichkeit.
Wo Fuchs und Reh im Dunkel zieh´n,
bewahrt der Wald ihr leises Recht.
Kein Lärm soll durch die Stille flieh´n,
nur Ruhe, sanft und naturgerecht.
Wenn leiser Schnee vom Himmel fällt,
bleibt fern der Mensch von ihrem Pfad.
Damit der Wald der Tiere, die Stille hält,
und Ruhe wächst in sanften Grad.
Wo Hirsch und Hase heimlich geh´n,
soll doch ungestört ihr Atem sein.
Der Wald will sie in Frieden seh´n,
bewahrt von Lärm und hartem Schein.
© Claudia Behrndt
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