Ich weiß nicht
Ich weiß nicht
Ich weiß nicht, was sie sich dabei dachte,
Als sie ihm vorgaukelt, sie wäre verliebt
Und ihn doch heimlich nur verlachte,
Weil sie ihm keine echte Chance gibt.
Brav, wie er ist, will er sie haben,
Verliebt trägt er sie schon auf Händen,
Will sich an ihren Lippen laben,
Alles soll sich ja zum Guten wenden.
Doch Liebreiz spürt sie für ihn nicht,
Ihr kommt zu wenig dabei herüber.
Trotz Schönheit, freundlichem Gesicht,
Bekommt sie ihn deshalb alsbald über.
Denn seine Worte, die Lippenpräsenz
Reichen doch nicht für sie als Glückszeichen:
Begehren braucht nicht nur die Vehemenz,
Sondern tiefen Wunsch, nicht mehr zu weichen.
©Hans Hartmut Karg
2026
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