Ich bin wetterfühlig
Ein Gedicht von
Horst Rehmann
Ich geb es zu, es klingt verrückt,
ist auch ganz gewiss kein Segen,
doch wenn meine Halsnarbe zwickt,
dann gibt´s sicherlich bald Regen.
Mein Knie ist auch ´ne Wetterfee,
es sagt mir Gewitter voraus,
denn schon beim allerersten Weh,
zieht der Himmel die Stirne kraus.
Und wenn mein Schädel mächtig dröhnt,
bis hinein zur Nasenspitze,
und die Stirnhöhle faucht und stöhnt,
dann gibt's - extrem schwüle Hitze.
Nur wenn ein Druck im Bauch mich plagt,
ist´s keine Wetterfühligkeit,
es ist der Darm, der mir dann sagt:
„Du musst auf´s Klo – wird höchste Zeit !“
© Horst Rehmann
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