Hochzeitstag

Ein Gedicht von Michael Adamitzki
Du standst beim Horten am Regal,
es traf mich ungeheuer.
Du sagtest drauf: “Da schaun wir mal“
und ich: “Ich bin dein Neuer“.

Der Waren hattest du nicht viel,
in deinem Einkaufswagen
und da begann das alte Spiel,
ich musste einfach fragen.

“Du kaufst stets ein, allein für dich“,
so hörte ich dich sprechen.
Das war sehr intressant für mich,
drum wollt ich mit dir zechen.

Das deutsche Bier, das taugt doch nix,
so hörte ich dich prahlen.
Drum lud ich ein, zum Weißbier fix,
ich werd dir eins bezahlen.

Wir gingen in das “Mühlenloch“
Und da begann das Märchen,
du gleich zwei, ich weiß es noch,
seitdem sind wir ein Pärchen.

Das Weizenbier hat dir geschmeckt,
da an der Blau im Garten,
ich hatte tolles ausgeheckt,
musst drum nicht lange warten.

Auch wenn du mir hast anvertraut,
ich wär ja dumm und spinne,
als ich versprach: “Wirst meine Braut,
dass ich dich nie gewinne.

Die Story trug sich damals zu,
vor circa neunzehn Jahren.
Ich hatte recht, jetzt sagst auch du:
“Du warst dir längst im Klaren.“

Informationen zum Gedicht: Hochzeitstag

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14.11.2009
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