Hitzeglocke

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
Flirrende Hitze, kein Lüftchen weht,
drückende Schwüle schwächt Lebensgeister,
löst Niedergeschlagenheit aus.
Hohe Luftfeuchtigkeit „ertränkt“ Bronchien,
führt zu Kurzatmigkeit und Atemnot,
lässt Stimme tonlos werden bis sie erstirbt.
Geschwollene Füße sind instabil,
schwere Beine drohen einzuknicken,
Herz beginnt bei geringer Anstrengung
heftig zu schlagen, zu stolpern, zu rasen.
Bakterien zersetzen den Schweiß,
der Körper dünstet einen stechend
ranzig -säuerlichen Geruch aus.
Schweißbedeckte Gesichter, Glatzen
glänzen wie Speckschwarten,
Adlergeflechte auf der Stirn treten hervor,
Halsvenen gleichen „Kabelsträngen“.

Organismus schaltet um auf Notfallmodus!

Informationen zum Gedicht: Hitzeglocke

4 mal gelesen
09.07.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.