Himmelhoch, ohne Netz

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Ein schwankendes Stück Drahtseil,
über einem Abgrund gespannt.
Ein erster tastender Schritt,
dann ein zaghafter Tanz
mit der Schwerkraft,
himmelhoch, ohne Netz.
Die Balance in der Schwebe
ist Arbeit,
nicht Talent.
Ich springe, hüpfe, federe, gehe,
weil Stehen schon Fallen wäre.
Die Tiefe und ich,
wir belauern uns gegenseitig.

Informationen zum Gedicht: Himmelhoch, ohne Netz

04.01.2026
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