Heimathafen

Ein Gedicht von Wolfgang Scholmanns
Schau, wie's im Hafen treibt,
zurückgekehrt von stürmisch langer Reise.
Und endlich hat erfahren,
dass ein Teil der Seele bleibt,
wo endlos lang die Heimat die Erinnerungszeilen schreibt,
von mageren und erntereichen Jahren.

Oft war's nur eine Flucht,
aus Tälern, die bald drohten zu versinken.
Steinig war mancher Weg,
ins Land der unbekannten Sucht,
kein Strand, nur weites Meer
und keine heimatliche Bucht,
ein Strohhalm nur und Angst,
vor dem Ertrinken.

Manch‘ Wort wiegt endlos schwer,
blutet im Herz, aus tief geschlagenen Wunden.
Das Ziel scheint hoffnungslos,
nur noch die Flucht über das Meer,
das uferlos sich zeigt,
doch leis klingt aus der Ferne her,
ein Glockenklang, mit dem das Herz verbunden.

Informationen zum Gedicht: Heimathafen

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12.04.2026
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